Wer Bücher liest, schlägt seine Zeit nicht tot – Vorlesewettbewerb 2011/12

Zwei wichtige Veranstaltungen in Sachen Lesen liegen hinter uns. Beide sind Entscheide im bundesweiten Vorlesewettbewerb der Stiftung Lesen.

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Bereits am 28. November 2011 waren die besten Vorleser aller zum Mittelschulverbund Hersbrucker Schweiz gehörenden Schulen in die Stadtbücherei Hersbruck gekommen, damit in diesem ansprechenden Ambiente der Vertreter für den im Februar folgenden Kreiswettbewerb gefunden werden konnte. Schickte im vergangenen Jahr noch jede Hauptschule im Landkreis ihren eigenen Sieger, so hatte ab diesem Schuljahr jede Mittelschule einen entsprechenden Vorentscheid durchzuführen und einen gemeinsamen Sieger zu entsenden.

Fünf Schüler aus vier verschiedenen Schulorten mussten sich nun einer strengen Jury stellen. ...

Wer Bücher liest, schlägt seine Zeit nicht tot – Vorlesewettbewerb 2011/12

Zwei wichtige Veranstaltungen in Sachen Lesen liegen hinter uns. Beide sind Entscheide im bundesweiten Vorlesewettbewerb der Stiftung Lesen.

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Bereits am 28. November 2011 waren die besten Vorleser aller zum Mittelschulverbund Hersbrucker Schweiz gehörenden Schulen in die Stadtbücherei Hersbruck gekommen, damit in diesem ansprechenden Ambiente der Vertreter für den im Februar folgenden Kreiswettbewerb gefunden werden konnte. Schickte im vergangenen Jahr noch jede Hauptschule im Landkreis ihren eigenen Sieger, so hatte ab diesem Schuljahr jede Mittelschule einen entsprechenden Vorentscheid durchzuführen und einen gemeinsamen Sieger zu entsenden.

Fünf Schüler aus vier verschiedenen Schulorten mussten sich nun einer strengen Jury stellen. Für Happurg trat Moritz Schraps an, aus Velden kam Laura Plath nach Hersbruck und die beiden sechsten Klassen aus der Grete-Schickedanz-Mittelschule wurden durch Sydney Eichler und Peter Bär repräsentiert. Die fünfte im Kreis der besten Leser, Vanessa Herrmann aus Hartmannshof, verpasste den Termin leider.
Als Sieger setzte sich nach einer spannenden Entscheidung Peter Bär durch, der seinen vorbereiteten Text aus dem Buch „Der unsterbliche Alchimist“ von Michael Scott genauso überzeugend vortrug wie den unbekannten Text aus dem Buch „Die Kurzhosengang“ von Victor Caspak und Yves Lanois.

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Peter Bär war es dann auch, der am 16. Februar für die Grete-Schickedanz-Mittelschule und damit für den Schulverbund Hersbrucker Schweiz in den „Lesering“ stieg, um sich mit den besten Lesern aller sechsten Klassen im Nürnberger Land zu messen. Außer ihm hatten sich weitere 13 Mittelschüler, Realschüler und Gymnasiasten in der Aula unserer Schule versammelt, um zunächst ihre vorbereiteten Texte und anschließend einen kurzen Auszug aus einem ihnen unbekannten Buch zu Gehör zu bringen. Dass Fantasy-Bücher und Lesereihen nach wie vor Hochkonjunktur haben, zeigte sich an den vorbereiteten Titeln deutlich.

Damit die Aufregung nicht überhand nahm, leisteten die begleitenden Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrer verständnisvoll Beistand. Es ist schon eine ordentliche Mutprobe, auf einer Bühne sitzend einer Schar von ca. 80 Zuhörern vorzulesen und manche Stimme zitterte während der Buchvorstellung noch ein wenig. Aber schließlich meisterten alle Kinder ihre Aufregung spätestens als sie zu lesen begannen.

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Die wohlwollende, aufmerksame Jury, bestehend aus der 2. Bürgermeisterin Brigitta Stöber, der Leiterin der Stadtbücherei Susanne Schaefer, der Vorsitzenden des Fördervereins Kerstin Stadelmann, dem Buchhändler Martin Lösch, dem Religionslehrer und Kinderbuchautoren Volker Linhard und nicht zuletzt der Vorjahressiegerin Tamara Schlirf, war dabei ganz Ohr, hatte sie doch die schwierige Aufgabe zu meistern, die vielen hervorragenden Beiträge gerecht zu bewerten.

Damit bei allem Vorlesegenuss die Mägen nicht allzu laut zu knurren begannen und die Kehlen nicht zu sehr austrockneten, hatte der Elternbeirat der Grete-Schickedanz-Mittelschule für die Pause süße und herzhafte Snacks und Getränke vorbereitet. So konnten sich alle erst einmal stärken, bevor der Wettbewerb in die zweite Runde ging.

Nun war es an der Zeit, dass jedes Kind einen Abschnitt aus dem Buch „Hundwinter“ von K. A. Nuzum vorzulesen hatte, was einigen von ihnen äußerst beeindruckend gelang. Dieser Teil des Vorlesewettbewerbs ist gefürchtet, denn es ist ungleich schwerer einen unvorbereiteten Text ansprechend zu interpretieren als den eigenen vorbereiteten.

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Nach einer weiteren Pause, in der sich die Jury zur Beratung und Auswertung zurückzog standen dann endlich die beiden Sieger fest.
Konrektor Stefan Schütz und die Organisatorin des Wettbewerbs Angelika Ottmann holten zunächst alle Leser auf die Bühne. Schließlich waren sie alle schon als Schulsieger gekommen und wurden für ihre Teilnahme mit Urkunden und Buchgeschenken belohnt.

Zwei von ihnen durften jedoch noch eine weitere Urkunde, die Siegerurkunde, mit nach Hause nehmen und werden bald die Einladung zum mittelfränkischen Lesewettstreit erhalten.

In der Gruppe A der Mittelschulen siegte Aljoscha Teleki aus Lauf mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Zweitplazierten. In der Gruppe B der Realschulen und Gymnasien ging Janik Hinkelmann mit einem reichlichen Punktevorsprung als Bester hervor. Wir freuen uns mit den beiden und hoffen, dass sie sich weiter gut behaupten können.

Peter Bär, unser Leser hat sich übrigens prima geschlagen. Es gibt in diesem Wettbewerb nur die beiden ersten Plätze. Aber soviel sei verraten in eigener Sache. Es war gaaaaaanz knapp.

 

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