Karten

Menschenrechte – (k)eine Selbstverständlichkeit?!

So lautete die Thematik der beiden Workshoptage am 07. und 14.12.2017, welche Fr. Hammerbacher und Hr. Schütz mit dem DoKuPäd in Nürnberg vereinbarten. Gerade in den weniger stabilen politischen Systemen der derzeitigen Weltpolitik ein brandaktuelles Thema,...

und kurz vor den Weihnachtsferien machten sich an zwei Donnerstagen jeweils ein Zweierteam aus Nürnberg nach Hersbruck auf den Weg, um mit den 47 Schülerinnen und Schülern zu diskutieren und zu arbeiten.
„Zunächst geht es darum, die Menschenrechte kennen zu lernen und sich ihrer Universalität, ihrer Unveräußerlichkeit und ihrer Unteilbarkeit bewusst zu werden.

Kursleiterinnen

Die Jugendlichen sollen erkennen, dass die Menschenrechte eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit sind und (auch in Deutschland) keine Selbstverständlichkeit darstellen. Nur auf ihrer Grundlage könnte weltweit Freiheit und Frieden sowie ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen erreicht werden.
Die TeilnehmerInnen sollen begreifen, dass es wichtig ist, sich für die Umsetzung der Menschenrechte einzusetzen. Anhand konkreter Beispiele lernen die Jugendlichen Initiativen und Handlungsmöglichkeiten kennen, mit denen sie sich für die Menschenrechte vor Ort aber auch weltweit engagieren können.“ (Info DoKuPäd)

Bilder erklren

So haben wir diese Tage erlebt:
Donnerstag früh, der 8.00 Uhr-Gong ertönt. Anstatt Englisch oder Mathematik begrüßen uns zwei fremde Personen (07.12. Monika und Bianca, 14.12.Julia und Renate ), die sofort loslegen und uns bitten, auf Klebebänder unsere Vornamen zu schreiben, diese auf dem Pullover anzubringen und uns gegenseitig vorzustellen. Angenehm, dass wir sie duzen dürfen! Danach wird es sportlich (die Tische sind weg, wir sitzen/stehen im Kreis), zuerst fliegt ein Ball hin und her, am Ende sind es zwei Bälle und zwei Erbsensäckchen. Da heißt es konzentriert dabeizusein! Die Bälle fliegen in vorgegebener Reihenfolgen und zurück, durcheinander und am Schluss bis zu sechs Stück. Anschließend nähern wir uns dem Thema, die 2 Kursleiterinnen bitten uns „brainzustormen“, also unsere ersten Ideen zu dem Thema aufzuschreiben und auf den Boden zu legen. Kurz darf jeder sein Statement erklären, dann wird uns die erste Gruppenarbeit erklärt. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam zu überlegen, was wir als Gruppe tun würden, wenn wir auf einer einsamen Insel stranden und Regeln und Aufgaben verteilen müssten. Auch hier müssen wir unsere Gedanken austauschen, neu weiterdenken und unsere Ergebnisse erst aufschreiben und dann als Gruppe den anderen Mitschülern und Monika und Bianca vorstellen. Wir erkennen, dass wir viele Ergebnisse gleich formuliert haben und dass – v.a. wenn es sich um eine Vielzahl von Menschen handelt – ein gemeinsamer Konsens des Zusammenlebens gefunden werden muss.

Inselarbeit

Jetzt wird es „anschaulich“, jeder bekommt ein Bild/ ein Symbol/ eine Situation.., das/die einen direkten Bezug zu den Menschenrechten aufzeigt. Zu zweit, mit dem Mitschüler rechts oder links machen wir uns kurz Gedanken über „unsere“ Karte, die wir dann vorstellen, ab und an ergänzt bzw. hinterfragt durch Monika und Bianca. Immer wieder greifen die beiden Workshopleiterinnnen Aussagen auf, dirigieren sie etwas um oder provozieren geschickt durch neue Impulse. Eine etwas längere Diskussion entsteht, als das Recht auf Leben mit der Todesstrafe „kollidiert“. Hier fällt es einigen Schülern schwer, auf Meinungen anderer sachlich einzugehen.
Anhand zweier kurzer Videospots von Coca Cola wird deutlich, wie oberflächlich und mediengesteuert Lebenseinstellungen entstehen können. Der erste Spot vermittelt Lebensfreude, lässt eine gute Laune entstehen, zeigt die Leichtigkeit des Lebens (https://www.youtube.com/watch?v=7YY9jO3qpuI).
Der gleiche Spot, allerdings unterlegt mit „negativen“ Informationen wurde von Schweizer Forschern nachgedreht. Dieser macht schnell deutlich, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Fast automatisch wird deutlich, dass es wichtig und entscheidend ist, mit einer bewussten Lebenseinstellung zu agieren. (https://www.youtube.com/watch?v=rsqrwHljnNA).

Nicht jeder hat die gleichen Chancen

In einer letzten Gesprächsrunde sollen wir unsere Meinung zur Thematik und zum heutigen Vormittag sagen. Es gibt das eine oder andere langweilige „passt scho“, aber auch einige Aussagen, die erkennen lassen, dass die Thematik Interesse geweckt hat und vielleicht irgendwie weitergedacht wird. (Nelé : „Schön, dass wir allgemein über globale Probleme reden konnten“. Jasmin: „Mir hat besonders das Gedanken-/Gruppenspiel „Insel“ gefallen, da mussten wir Entscheidungen treffen.“ Francesca: „Es war interessant, mal über so ein Thema zu sprechen, aktiv zu sein und diskutieren zu können.“ Emre: „Der Mittelteil war zäh, aber sonst war es interessant, vor allem auch die Cola-Filme.“ )

M10a/b