Drogenpräv 1
Da schauten die Schüler der 8. und 9. Klassen erst einmal fragend. Herr Mücke von der Kripo Schwabach besuchte diese Klassen und begann gleich mit der Frage, was denn Prävention überhaupt sei. Die Frage klärte sich schnell, Prävention bedeutet Vorbeugung und hierbei ging es in dem Vortrag, der ca. 90 Minuten dauerte und viele interessante Fakten anbot.

Aufklärung, Information, Gesundheit, Strafbarkeit und der Zusammenhang von Führerschein und Drogen kamen in der Infoveranstaltung nicht zu kurz.
Anhand des Satzes „DU STIRBST NICHT UNBEDINGT; ABER DU VERLIERST DEIN LEBEN!!!“ zeigte Herr Mücke den Weg vom Ausprobieren verschiedenster Drogen bis hin zur Sucht auf. Dabei unterschied er zwischen stoffgebundener (z. B. Alkohol, Cannabis,….) und stoffungebundener (Mager-, Kaufsucht,……) Sucht. Schnell wurde klar, dass die meisten Drogentoten aus dem Jahre 2017 den Zigaretten (121 000), dicht gefolgt von Alkohol (74 000) und den illegalen Drogen (1 272) geschuldet sind. 

Eine weitere Unterscheidung stellten die Drogen, die aus pflanzlichen Grundstoffen (Cannabis, Opiate, Kokain) sind und die aus synthetischen Stoffen (Speed, Crystal, LSD,…..) dar. Untermalt wurde der Vortrag mit Kurzspots der Hochschule und Kripo Ansbach und der Reihe „Rauchmelder“, in dem Jugendliche in aktueller Sprache und Bezug über Drogen sprechen.

Besonderen Bezug nahm der Referent auf Kräutermischungen/ Badesalze/ Düngemittel, sogenannte „Legal Highs“, die teilweise legal im Internet bestellt werden können. Bei diesen weiß man jedoch nicht, was sie alles enthalten, daher sind sie so gefährlich. Demzufolge wurden 2017 diese Kräutermischungen verboten. Im Jahr 2017 gab es in Bayern 37 Tote, vorwiegend Jugendliche, die diese Mischungen genommen hatten. So sprangen z. B. zwei junge Männer vom Zehnmeterbrett in ein leeres Becken und verstarben.

Zum Schluss wurde leider die Zeit knapp, so dass Herr Mücke einige Themen überspringen musste, um noch auf den Zusammenhang zwischen Drogenkonsum, Führerschein und Führungszeugnis eingehen zu können, was ja für viele Berufe von Wichtigkeit ist. Schnell wurde den Schülern klar, dass es kein Kavaliersdelikt ist, einen Joint, eine Bong oder Ähnliches zu konsumieren, da es den Erwerb des Führerscheins oder die berufliche Karriere verzögern oder sogar zerstören kann.

Zwei interessante, informative Stunden zum großen Thema Drogen.