Lesung 1

... titelte die diesjährige Lesung für die 5. und 6. Klassen mit Rolf-Bernhard Essig als Experten für Sprichwörter und Redensarten aller Herkunft quer durch alle Kontinente dieser Erde. M. Lösch, Hersbrucker Buchhändler und wertvoller Ratgeber in Sachen Lesen, hatte den Vorschlag gemacht, Herrn Essig mit seinem neuen Kinderbuch „Da haben wir den Salat – mit 80 Sprichwörtern um die Welt" zu uns einzuladen. 

Und sein Angebot, uns eine der beiden Lesungen zu schenken, haben wir natürlich sehr gern und dankbar angenommen. Und so reiste Rolf-Bernhard Essig am 19. März 2019 von Bamberg nach Hersbruck, im Gepäck nicht nur sein aktuelles Buch, sondern auch diverse Utensilien, um seinen jungen Zuhörern das eine oder andere Sprichwort auch bildlich zu vermitteln.

Lesung 3

Kein leichtes Unterfangen, Kinder aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern in den verschiedensten Stufen des Verständnisses der deutschen Sprache, mit auf diese Weltreise zu nehmen. Aber Rolf-Bernhard Essig gelang es schon nach wenigen Minuten, die Fünft- und Sechstklässler für sich zu gewinnen, denn er setzte sich nicht etwa mit seinem Buch ans Lesepult, sondern bezog von Anfang an das Publikum in seinen Vortrag mit ein.

Lesung 2

Stellte Rätselfragen zu den Sprichwörtern, band einem Mädchen symbolisch einen (Stoff-)Bären auf und erzählte oder las kleine Geschichten zu Redensarten aus den Ländern, welche die Kinder ihm unermüdlich nannten. So folgten sie ihm begeistert über Ozeane und Kontinente hinweg und merkten dabei kaum, wie in der Aula der Mittelschule Hersbruck die Zeit verging. Viel zu schnell musste man wieder zurückkehren in die Wirklichkeit des Schulbetriebs, die Betriebsamkeit der Aula.

Doch ein Bonbon hatte sich der Sprichwortartist noch bis zum Schluss für die Schüler aufgespart. Aus einem mitgebrachten Sack durften sie Stofftiere herausnehmen und dazu Sprichwörter und Redensarten nennen. So wurde also buchstäblich „die Katze aus dem Sack gelassen“, „der Frosch steckte im Hals“ und selbst das urfränkische „der schaut wie a Achala, wenn’s blitzt“, kam zur Sprache.

Lesung 4

Nach zwei unterhaltsamen und kurzweiligen Lese-Erzähl-Runden hatte dann auch der Autor tatsächlich einen „Frosch im Hals“, war er doch durch eine heftige Erkältung gesundheitlich recht angeschlagen an diesem Tag.

Trotzdem war es ihm gelungen, seine Begeisterung am spielerischen Umgang mit Sprache und dem unendlichen Schatz an Redensarten und Sprichwörtern an seine Zuhörer weiterzugeben. Seine neu gewonnenen Fans dankten es ihm mit lang anhaltendem Applaus.

(Angelika Ottmann)