Bild 2

Inhalt der Workshops (Ausschreibung DokuPäd): „Jeder Mensch hat Vorurteile. Sie helfen uns beim Treffen von Entscheidungen und geben uns Orientierung. Aus Vorurteilen kann aber auch Rassismus entstehen: Nämlich dann, wenn wir Menschen nur noch nach ihrer vermeintlichen Gruppenzugehörigkeit beurteilen.

 

Zu welchen Gruppen fühle ich mich selbst zugehörig? Bin ich lieber in der Mehrheit oder in der Minderheit? Wie geht es Menschen, die ständig mit Zuschreibungen oder Erwartungen konfrontiert werden oder Diskriminierung erleben?“

Auch wenn nur einige der insgesamt 35 Schülerinnen und Schüler die Kurzbeschreibung des Workshops gelesen hatten, war bei der Mehrzahl der Teilnehmer eine gewissen Erwartungshaltung und Spannung zu erahnen, als am 17.12., nach der 1. Pause, vier MitarbeiterInnen des Vereins DokuPäd aus Nürnberg in den Klassen M9a und M9b erscheinen, um in den folgenden vier Unter-richtsstunden die Thematik „Irgendwie anders“ anzugehen und sich gemeinsam mit den Themenbe-reichen Vorurteile, Diskriminierung und Toleranz auseinanderzusetzen.

Bild 1

195 Minuten lang geschah dies abwechslungsreich, Phasen des gemeinsamen Interagierens wechselten mit Besinnungs- und Diskussionsrunden, den Sozialpädagogen gelang es immer, auf Wünsche und Fragen einzugehen und eine gemeinsame Basis zu schaffen, auf der sich alle austauschen konnten.
Insgesamt ein sehr abwechslungsreicher und effektiver Vormittag, was durch einige Bilder und Schülermeinungen nachfolgend belegt ist:

Bild 3

Bild 4

„Den Workshop fand ich toll, bei den Aktionen haben wir viel über Vorurteile gegenüber Menschen gelernt, die beispielsweise einer anderen Religion angehören, behindert sind oder aus einem anderen Land kommen. Ich empfand als sehr erschreckend, wie schnell man Vorurteile im Gehirn „entwickeln“ kann. Ich habe gelernt, jeden zu akzeptieren, wie er ist“ - Beyza

„Der Workshop war gut, wir haben viel erfahren über Unterschiede bei Nationalitäten, Religionen oder über Leute mit Behinderungen. Das Rollenspiel, in dem jeder von uns eine andere Persönlichkeit „bekam“, machte uns klar, wie schwierig es ist, sein Leben „normal“ zu leben und was man fühlt, wenn man nicht zu den Privilegierten der Gesellschaft gehört.“ - Elena

„Ich habe gestern viel mitgenommen, beispielsweise, dass oft viel gesagt wird, und dabei zu wenig nachgedacht wird, ob jemand anderes dabei nicht verletzt oder beleidigt wird. Manchmal sollte man besser nachdenken und weniger sagen.“ - Sophia

„Mir hat es echt gut gefallen, weil die zwei Dozenten das Thema Vorurteile sehr gut dargestellt haben und gute Übungen mit uns dazu gemacht haben. Die „Spiele“ waren alle sehr lustig.“ - Celina

„Ich fand die Veranstaltung total schön, weil jeder hat Vorurteile gegenüber jemanden oder gegenüber verschiedenen Kulturen und Gewohnheiten. Es war toll, dabei zu sein und ich bin der Meinung, dass man solche Workshops öfter machen sollte.“ - Pia

„Wir haben uns daraufhin in der Klasse über das Thema Vorurteile unterhalten, weil das sehr viele Kinder in der Schule betrifft. Im Workshop haben wir Spiele zum Thema gemacht, die meiner Meinung nach sehr viel Spaß machten und man viel Neues dabei lernen konnte.“ - Doreen

„Uns wurde erklärt und gezeigt, wie wir auf Vorurteile reagieren sollen. Außerdem wurde unsere Geduld und Teamarbeit getestet, dabei konnte die ganze Klasse etwas Nützliches fürs Leben mitnehmen.“ - Esthera

Wir haben gelernt, welche Wirkungen Vorurteile haben können und wie man angemessen reagieren kann. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und es war eine schöne Abwechslung vom Unterricht. Die zwei Dozenten Tatjana und Max waren sehr nett.“ - Rasha