Recht auf Unterricht - Wie weit geht das Recht meines Kindes auf Unterricht? 

Eltern können bei ungebührlichem Verhalten ihres Kindes kein Recht auf Unterricht in der angestammten Klasse herleiten. "Wenn Ordnung und Unterrichtserfolg einer ganzen Klasse auf dem Spiel stehen, müssen Einzelansprüche dem gegenüber zurücktreten; ein Schüler kann nicht durch sein Verhalten die Rechte der Gesamtheit der Klasse zunichte machen." (aus: Heckel/Avenarius, S. 269). Einem Verweis aus dem Klassenzimmer kann ein Schüler nicht seinen Anspruch auf Unterricht entgegenhalten, da sein eigener Anspruch auf Unterricht ihm nicht das Recht verleiht, den Unterrichtsanspruch seiner Mitschüler zu gefährden oder zunichte zu machen.

HANDY - Das Handy meines Kindes wurde eingezogen, was jetzt?

Vermutlich hat ihr Kind das Handy auf dem Schulgelände in Betrieb (angeschaltet) gehabt. Dann kann es ihm passieren, dass das Handy von einem Lehrer abgenommen wird.
In so einem Fall
wird das Handy im Sekretariat gelagert und Ihr Kind bekommt ein Schreiben, das Sie über den Vorgang informiert und auf dem Sie mit Ihrer Unterschrift ihr Kind beauftragen können das Handy am nächsten Freitag in der 2. Pause im Sekretariat wieder abzuholen.

Ist das auch rechtlich in Ordnung??
Grundlage für dieses Vorgehen bildet der Paragraph 56 Absatz 5 des BayEUG. Der genaue Ablauf an unserer Schule wurde von der Rechtsberatung des Landratsamtes geprüft und für in Ordnung gefunden. 

Fächerwechsel - Was tun wenn ein Kind ein Wahlfach wechseln will?

Ein Wechsel von praktischen Fächern (Religion - Ethik, ev. Religion kath. Religion, Kunst - Musik) ist immer nur am Ende eines Schuljahres möglich. Diese Regelung gilt nicht boZ - Fächer, hier ist kein Wechsel mehr möglich.

Krankheit - Wie Entschuldige ich mein Kind richtig?

zuerst telefonisch und danach schriftlich (In jedem Fall notwendig!)

Wenn das Kind krank ist muss ein Elternteil/Erziehungsberechtigter vor 08:00 Uhr in der Schule anrufen und es telefonisch entschuldigen. Die Entschuldigung kann man gerne auf den Anrufbentworter sprechen. Wichtig ist nur der vollständige Name des Kindes und die Klasse die es besucht.

In jedem Fall muss noch eine schriftliche Entschuldigung in der Schule abgegeben werden, die von einem Elternteil/Erziehungsberechtigten unterschrieben ist. Diese schriftliche Entschuldigung muss spätestens am 3. Tag der Erkrankung in der Schule vorliegen.

Krankheit - Ab wann benötige ich ein Attest für mein Kind?

Ein Attest benötigt man immer dann, wenn das Kind länger als zwei Tage krank ist. Das bedeutet in der Praxis, dass man 3. Tag der Erkrankung ein Attest vom Arzt in der Schule vorliegen muss.

Für Abschlussschüler kommt hinzu, dass sie immer ein Attest vorlegen müssen, wenn sie eine angesagte Probe wegen Krankheit nicht mitschreiben können. Bringt der Schüler kein Attest, wird die Probe mit der Note 6 bewetret.

 

Krankheit - Was, wenn ich eine angesagte Probe wegen Krankheit verpasse?

Für Abschlussschüler (Klassen M9 , 9 und M10) gilt, dass sie immer ein Attest vorlegen müssen, wenn sie eine angesagte Probe wegen Krankheit nicht mitschreiben können. Bringt der Schüler kein Attest bis spätestens 08:00 Uhr des nächstens Tages , wird die Probe mit der Note 6 bewertet.

 

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M10 Flossenbürg 1

Bereits im letzten Schuljahr geplant, aus bekannten Gründen immer wieder verschoben, war der 21.10. in diesem neuen Schuljahr der Termin, an dem sich die beiden Klassen M10a und M10b mit ihren beiden Klassenleitern aufmachten, um das Stammlager der Außenstelle Hersbruck, das KZ Flossenbürg zu besuchen. Der Wetterbericht hatte für diesen Tag schwere Sturmböen angekündigt, was sich, verbunden mit Regenschauern und stetig fallenden Temperaturen, auch bewahrheiten sollte.

 

Um 8.30 Uhr gings los, ein Bus der Firma Pickel stand uns zur Verfügung, die eineinhalbstündige Fahrt war komplikationslos, viele hatten Spaß, lachten und sangen. Einen ersten Vorgeschmack des angekündigten Wetters bekamen wir beim ausstieg aus dem Bus, es wehte so stark, dass der eine oder andere seiner Maske quer über einen großen Platz nachrennen musste. Schnell versorgt in einem nahem Lebensmittelladen, konnte es losgehen. Jeweils mit einem Guide zogen die die beiden Klassen los, um das KZ kennenzulernen, das 1938 eingerichtet wurde, damit die dortigen Insassen den bekannten Oberpfälzer Granit abbauen konnten, der v.a. beim Bau am Nürnberger Reichsparteitagsgelände verwendet wurde.
Immer getrieben von Sturmböen und leichten Schauern, querten wir das Gelände und begaben uns zuerst in den Windschatten einer Mauer nahe des damaligen Gefängnisses. Wir wurden über die wesentlichen Details zum KZ informiert und konnten auch das Gebäude betreten, in dem u.a. Dietrich Bonhoeffer (Widerstand im III. Reich) inhaftiert und gefoltert wurde und dort den Tod fand.
Die nächste Station unseres Weges war eine Baracke, in der die neuankommenden Häftlinge entkleidet, geduscht, entlaust und ihrer persönlichen Identität beraubt wurden. Diese alten, originalerhaltenen Duschräume empfanden viele als besonders bedrückend, denn viele Menschen starben bereits hier.

M10 Flossenbürg 2

Im gleichen Gebäude befindet sich eine Art Bibliothek, in der die Einzelschicksale vieler in Flossenbürg inhaftierter Menschen aus ganz Europa festgehalten sind. Dort konnten wir uns einzelne Schicksale anschauen.

M10 Flossenbürg 3

Letzte Station unserer Führung war die nach 1945, aus Steinen der zerstörten Wachtürme errichtete Kirche. Wir verabschiedeten uns dort von unserem Guide und schauten uns auf dem Rückweg zum Eingang, wo auch unser Bus stand, noch das Krematorium an, in denen damals die Leichen verbrannt wurden.

Auf der Rückfahrt waren alle anfänglich noch etwas bedrückt ob des Grauens und des Leidens, von denen wir in diesen zweieinhalb Stunden erfuhren. Auch das Wetter zeigte seine schlechte Seite, unser Busfahrer hatte alle Hände voll zu tun, um uns sicher nach Hersbruck zurückzubringen.

M10ab